Lexikon - K -
Karenz
Der erste Schritt der Therapie und auch auch wirksamste Form der Allergietherapie ist die Vermeidung des Allergen-Kontaktes (Allergenkarenz). So sollte beispielsweise bei einer Lebensmittelallergie die betroffene Substanz gemieden werden. Im Rahmen einer Allergie gegen Hausstaubmilben sollten u. a. Teppichböden durch andere Böden ersetzen werden und milbendichte Matratzenüberzüge und waschbare Bettwäsche benutzt werden, um diese ,Nährböden für Milben' allergenfrei zu kriegen. Erst wenn eine Allergenkarenz nicht möglich ist sollten andere therapeutische Verfahren in Erwägung gezogen werden. Für eine Allergen-Karenz ist eine umfassende Allergie-Diagnose erforderlich.
Klimakur
Das Lindern allergischer Beschwerden durch den Aufenthalt in allergenfreien oder -armen Gebieten, z.B. am Meer, in der Wüste oder im Gebirge. Allerdings wird dadurch die Bereitschaft zu einer allergischen Reaktion nicht beseitigt, und nach der Rückkehr in allergenbelastete Gebiete können die Symptome wieder auftreten.
Konjunktivitis
Bindehautentzündung.
Kontaktallergie / -dermatitis
Allergische Reaktion an der Haut. Ausgelöst durch den Kontakt mit Metallen, Inhaltsstoffen von Kosmetika und Chemikalien (z.B. Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, u.ä.). Häufigstes Symptom ist das Kontaktekzem. Dabei handelt es sich um eine meist juckende Entzündung der Haut.
Kortikoide
Substanzen, die sich von den Hormonen der Nebennierenrinde ableiten (einschließlich Kortison) und eine antientzündliche Wirkung haben.
Kortison
Nebennierenrindenhormon, das in der Leber aus Kortisol entsteht und der Hemmung entzündlich-allergischer und spezifischer Hormonmangelzustände dient.
Die unerwünschten Nebenwirkungen treten vor allem bei einer hohen Kortison-Tabletten-Dosis in der Langzeittherapie oder bei den Kortison-Depotspritzen auf, nicht jedoch bei der inhalativen Therapie.
Kreuzallergie
Bei einer Kreuzallergie reagiert der Körper auf unterschiedliche Allergene gleichzeitig, weil die auslösende Allergiekomponente gleiche oder ähnliche Strukturen hat.
Unter diesen Auslösern besteht meist eine botanische oder chemische Verwandtschaft. So können z.B. Birkenpollenallergiker beim Verzehr von Äpfeln eine allergische Reaktion verspüren, oder Beifußpollenallergiker bei Anis, Curry, Karotte und Sellerie.
Kurzzeit-Immuntherapie
Die Kurzzeit-Immuntherapie kann noch kurze Zeit vor Beginn der Pollensaison durchgeführt werden. Über einen Zeitraum von 50 Tagen werden dem Patienten in wöchentlichen Abständen sieben Injektionen mit einer kontinuierlich gesteigerten Dosierung verabreicht. Aus Studien geht hervor, dass auch hier die Patienten über eine deutliche Besserung der Beschwerden bis hin zur totalen Symptomfreiheit berichten. Gerade für Pollenallergiker, die ja "nur" saisonal unter ihren Beschwerden leiden, ist die Kurzzeit-Immuntherapie eine attraktive Form der Behandlung.

