Lexikon - A -
Acarinae
Milben: bestimmte Arten davon leben im Hausstaub und Bettzeug und verursachen Allergien.
Adrenalin
Hormon des Nebennierenmarks. Es wird vermehrt ausgeschüttet bei körperlicher oder psychischer Belastung. Es bewirkt u.a. eine Beschleunigung der Pulsfrequenz, Verengung der Blutgefäße und Erweiterung der Bronchien. Es wird therapeutisch als Medikament angewendet, z.B. bei einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion.
Aerosol
extrem fein in Gas verteilte feste oder flüssige Teilchen. Medikamente in Aerosol-Form werden z.B. bei asthmatischen Erkrankungen verwendet, um eine genau dosierte Wirkstoffmenge in die unteren Atemwege zu bringen.
Allergen (Antigen)
Bezeichnung für die Auslöser einer allergischen Reaktion. Dabei handelt es sich meistens um Proteine (Eiweißkomponenten) z.B. in Pflanzenpollen, Tierhaaren, Tierschuppen oder Tierexkrementen, Nahrungsmitteln oder Schimmelpilzen.
Allergie
spezifische Überempfindlichkeit des Immunsystems. Der Körper reagiert auf normalerweise harmlose Stoffe mit Beschwerden. Der Organismus reagiert auf diese fremden Stoffe mit einer überschießenden Produktion von Antikörpern und der Freisetzung bestimmter Botenstoffe wie Histamin. Dies führt im Körper zu den typischen Symptomen einer allergischen Reaktion wie Hautjucken und -ausschlag oder Verengung der Atemwege mit Atemnot. Die am häufigsten betroffenen Körperregionen sind die Haut und die Schleimhäute.
Allergie-Pass
Ausweisähnliches Dokument, in dem nach einer abgeschlossenen Diagnose neben persönlichen Patientendaten die Allergieauslöser eingetragen werden.
Allergieprävention
Alle Maßnahmen die ergriffen werden können, um das Risiko der Entstehung einer Allergie zu vermindern.
Bei Pollenallergiekern ist der sicherste Schutz die Flucht vor den Pollen. Mit Hilfe eines Pollenflugkalenders oder dem Pollenwarndienst lässt sich feststellen, wann bestimmte Pollen fliegen. Hat die Pollensaison begonnen, sollte der Allergiker folgende Punkte beachten: vor allem in den Morgenstunden und bei Wind die Fenster geschlossen halten, wenn möglich Pollenfilter in das Auto einbauen, Gartenarbeit während der Pollensaison unterlassen, keine blühende Pflanzen im Schlafzimmer und Vorsicht beim Genuss von Honig und Kräutertees. An sonnigen, windreichen Tagen sollte der Aufenthalt im Freien, besonders auf Wiesen und Feldern gemieden werden. Zusätzlich sollten täglich die Haare gewaschen und die Kleider, in denen sich Pollen befinden können, nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Nachts empfiehlt es sich, bei geschlossenem Fenster zu schlafen.
Tierhaarallergiker müssen sich unter Umständen von Ihrem Haustier trennen.
Bei einer Hausstaubmilbenallergie sollten die Matratzen und das Bettzeug mit einer milbendichten Hülle überzogen und auf Teppiche und sonstige Staubfänger verzichtet werden. Neurodermitisprophylaxe lässt sich am wirkungsvollsten in der Schwangerschaft und während des ersten Lebensjahres betreiben.
Allergie-Test
Testverfahren, die zur Diagnose einer Allergie durchgeführt werden. Dazu gehören Provokations-Tests an der Haut (siehe Prick-, Epikutan-, Intrakutan oder Reibetest) und an den Schleimhäuten (durch Auftragen oder Schlucken) sowie Blutuntersuchungen (siehe Rasttests).
Allergologe
Arzt, der sich auf die Behandlung allergischer Erkrankungen spezialisiert hat.
Anaphylaktischer Schock (Anaphylaxie)
Eine mit Atemnot, Quaddelbildung und in besonders schweren Fällen sogar mit lebensbedrohlichen Schocksymptomen einhergehende starke allergische Reaktion.
Alveolen
Lungenbläschen. Funktionell der wichtigste Teil der Lunge, in dem der Gasaustausch stattfindet.
Alveolitis
Allergisch bedingte Lungenerkrankung. Die Symptome gehen aus von einer Entzündung der Lungenbläschen. Sie äußern sich z.B. als Husten, Atembeschwerden und Fieber.
Amalgam
Material zur Füllung von Zähnen. Es enthält die Stoffe Quecksilber und Zinn, welche allergische Reaktionen hervorrufen können. Für einen etwaige Kostenübernahme durch die Krankenkasse für den Austausch von Füllungen muss jedoch eine allergische Reaktion eindeutig nachgewiesen sein. Lassen Sie sich in jedem Fall frühzeitig individuell von Ihrer Krankenkasse beraten.
Anamnese
Kranken(vor-)geschichte des Patienten. Eine ausführliche Anamnese ist der Grundstock der Allergiediagnostik.
Anaphylaxie
Allgemeine Bezeichnung für Überempfindlichkeitsreaktionen, genauer eine allergische Reaktion, die durch IgE vermittelt wird, kann lokal oder im ganzen Körper ablaufen, letzteres wird dann als "anaphylaktischer Schock" bezeichnet.
Anstrengungsasthma
Das sog. Anstrengungsasthma entwickelt sich einige Minuten nach Beendigung einer körperlichen Belastung. Meist wird die Atemnot schon verhindert, wenn vor der Belastung ein Asthmamittel eingenommen wird.
Antiallergika
Medikamente, die auf die Reaktionsabläufe der Allergie einwirken. Sie können die jeweiligen Symptomen vorbeugen, unterdrücken oder abschwächen.
Antigen
Ein körperfremder Stoff, der die Bildung von Antikörpern durch das Immunsystem auslöst. Allergieauslösende Antigene bezeichnet man als Allergene.
Antihistaminika
Arzneimittel, die antiallergisch wirken. Sie verhindern das Ausbrechen bestimmter allergischer Symptome, da sie dem Gewebshormon Histamin entgegenwirken, das maßgeblich beteiligt ist an der Auslösung allergischer Allergiesymptome.
Antikörper (Abwehrstoffe)
von Immunzellen gebildete Eiweißstoffe (Immunglobuline), die als „Reaktion“ des Organismus auf den Kontakt mit Fremdstoffen gebildet werden.
Asthma bronchiale
Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, insbesondere der Bronchialschleimhaut. Ursächlich unterscheidet man
? das exogene, allergische Asthma von dem ....
? endogenen, nichtallergischen Asthma (durch eine vererbbare Veranlagung oder Virusinfekte ausgelöst).
Mischformen: Ein gleichzeitiges Vorliegen von beiden Asthmatypen ist insgesamt die häufigste Asthmaform im Erwachsenenalter. Das Asthma bronchiale ist eine relativ häufig vorkommende Erkrankung. In Deutschland leiden etwa 10 %der Erwachsenen an dieser Hyperreagibilität der Atemwege. Männer erkranken doppelt so häufig wie Frauen.
Asthma bronchiale, exogenes
Das allergische Asthma oder Extrinsic-Asthma ist eine Erkrankung, bei der eine Sensibilisierung der Atemwege vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu asthmatischen Reaktionen führt. Es beschreibt eine, auf eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems zurückzuführende, Erkrankung der Atemwege. Dabei tritt in Anfällen Atemnot auf, eine Folge des krampfartigen Zusammenziehens der Bronchien, das einhergeht mit Schleimbildung und einer Entzündung. Der Kontakt eines Allergens mit der sensibilisierten Schleimhaut setzt eine Reaktion des Organismus in Gang. Hierbei werden Botenstoffe freigesetzt, die eine Verkrampfung der Atemwege zur Folge haben. Auslöser sind häufig Hausstaubmilben, Tierhaare, Blüten- und Gräserpollen, Mehlstaub und Lösungsmittel, wie auch Nüsse und Erdbeeren unter den Nahrungsmitteln.
Asthma bronchiale, endogenes
Nicht-allergische Variante des Asthma. Das nichtallergische Asthma bronchiale oder Intrinsic-Asthma entwickelt sich oft auf dem Boden einer Infektion der Bronchien. Es kann auch durch unspezifische Reize wie z.B. kalte Luft oder durch berufsbedingte Kontakt mit chemischen Reizstoffen, Tabakqualm, Stress und Abgase ausgelöst werden. Beim nichtallergischen Asthma kann häufig ein gleichzeitiges Auftreten von Polypen in der Nase, eine Schmerzmittel-Unverträglichkeit sowie eine Vermehrung der sogenannten eosinophilen Blutzellen beobachtet werden.
Atopie
Mit "Atopie" wird eine erbliche Veranlagung bezeichnet, auf bestimmte äußere, ggf. auch körpereigene Substanzen sensibilisiert zu werden und später eventuell allergisch zu reagieren.
Atopiker
Personen, die die Veranlagung haben, eine allergische Erkrankung zu entwickeln.
Atopisches Ekzem
Auch bekannt als atopische Dermatitis, endogenes Ekzem oder Neurodermitis. Ein Ekzem ist nicht ansteckende, meist juckende Entzündung der Haut, oft verbunden mit Schwellungen, Rötungen, Bläschen, Schuppen- und Krustenbildung. Häufigste Ursache sind Überempfindlichkeitsreaktionen. Es handelt sich hierbei um einen juckenden Hautausschlag, der in Schüben verläuft und bereits im ersten Lebensjahr auftreten kann. der Ausschlag kann durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden, wie Vererbung, Störung des Immunsystems, erhöhte Reizbarkeit der Haut und auch durch psychische Faktoren. Negativen Einfluss können zusätzliche Allergien, z.B. gegen Nahrungsmittel, haben. Im Regelfall lässt die Neurodermitis im Laufe der Kindheit nach und verschwindet meist in der Pubertät weitgehend oder vollständig. Die Neigung zu trockener Haut bleibt allerdings bestehen.
Atopische Erkrankungen
Hierzu gehören die Erkrankungen Asthma bronchiale, Heuschnupfen und Neurodermitis.
Auslassdiät (Eliminationsdiät)
Testverfahren zur Bestimmung einer Nahrungsmittelallergie bzw. – unverträglichkeit. Besteht ein Verdacht, dass ein oder mehrere Nahrungsmittel unverträglich sind, so werden diese in einer entsprechend zusammengestellten Auslassdiät aus dem Speiseplan gestrichen. Besteht ein Zusammenhang zwischen den weggelassenen Nahrungsmitteln und den Krankheitssymptomen, so werden die Beschwerden während der Eliminationsphase verschwinden. Anschließend werden die Nahrungsmittel wieder nacheinander in den Speiseplan aufgenommen, um mittels gezielter Provokationstests eine vorliegende Allergie nachzuweisen. Die Provokation sollte immer unter Aufsicht des Arztes stattfinden, damit mögliche Schockreaktionen direkt behandelt werden können.
Aversionen Persönliche Abneigungen

