Birke
Allergen: Birke
Art: Birkengewächse
latein. Name: Betula pendula Roth
Art (lat.): Betulaceae
Beschreibung:
Bis 30 m hoher und bis 120 Jahre alt werdender Baum mit starker Verzweigung im Kronenbereich; junge Äste glänzend rötlich-braun, mit vielen warzigen Harzdrüsen; Blätter dreieckig-rhombisch, mit ganzrandigem Grund, zur Spitze hin doppelt gesägt; männliche Blüten schon in Kätzchen überwinternd; Pollenpflanze für Bienen; die weiblichen Blütenkätzchen erscheinen mit den Blättern; anemogam; Blütezeit: IV - V (Mittelblüher); die im Juli reifenden und in ungeheueren Mengen erzeugten Früchte sind kleine geflügelte Nüsschen; Stamm in jungen Jahren mit glänzend goldbrauner Rinde, die in zunehmendem Alter weiß, glatt und durch Korkleisten quergestreift wird; ältere Bäume am Stammgrund mit unregelmäßig rissiger und dunkler Borke; Holz weiß und kernlos, in Gebrauch für Schindeln, Möbel, Furniere und für Drechslerarbeiten; bereits in der Steinzeit wurde durch Erhitzen der weißen Rinde unter Luftabschluss ein Universalklebstoff gewonnen (= Birkenpech; auch in der Medizin gegen Rheuma- und Ischiasbeschwerden). Reisig wurde früher zu Besen gebunden. Der aufsteigende Saft kann zu Wein und Haarwasser verarbeitet werden; schließlich wird aus den Blättern ein Heiltee gegen Erkrankungen der Harnwege und gegen Rheuma gewonnen.
Vorkommen:
Verbreitet auf Ruderalflächen (Pionierholzart), Schlägen, lichten Laub- und Nadelwäldern, auf Mooren, in Magerweiden und Heidewiesen in bis zu 1800 m Höhe
verwandte Arten:
Betula pubescens Ehrh., die Moorbirke; in Wäldern, Mooren und Sümpfen (IV - V); Betula humilis Schr., Strauchbirke; in Flachmooren und Erlenbrüchen (IV - V); Die Gattung Betula neigt zur Bastardierung
Allergieauslöser: Pollen, 20 - 25 µm
Invasion: Inhalativ (März - Juni); Ingestiv (Frühjahrshonig)
Synonyme: Betula verrucosa Ehrh.; Warzenbirke
Allergologie:
Bedeutendstes Baumpollenallergen; in der Regel besteht gleichzeitig eine Sensibilisierung gegen Kräuter- und Gräserpollen. Kreuzreaktiv sind Erlen-, Hasel-, Buchen-, Eichen- Kastanien- und partiell Eschepollen. Zudem bildet dieses Pollenallergen wegen gemeinsamer Epitope bestimmter Proteine eine Antigengemeinschaft mit Nüssen (Haselnuss, Walnuss, Paranuss, Mandel), Kernobst (Apfel, Birne), Steinobst (Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Aprikose), Gemüsen (Kartoffel, Karotte, Sellerie, rohe Tomaten) und Kiwis. Die Vorkommen mit Birkenpollen stellt in der Neonatalperiode des Menschen einen prädisponierenden Risikofaktor für eine spätere Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen dar.
Immunologie:
Hauptallergen: Bet v I, MG 17 000 Nebenallergene: Bet v II, MG 14 000 Bet v III, MG 20 000
Vorkommen von: März
Vorkommen bis: Juni
Nachweisbarkeit: schwer
Kreuzreaktivität:
Vorkommen häufig
- Curry
- Buche, Rot-
- Eiche, Stiel-
- Erle, Schwarz-
- Esche, gewöhnliche
- Hasel, gewöhnliche
- Kastanie
- Karotte
- Tomate
- Sellerie
- Kiwi
- Apfel
- Birne
- Hainbuche
Vorkommen möglich
- Pfirsich
- Kamille, echte
- Orange
- Petersilie
- Ulme, Berg-
- Ölbaum (Olivenbaum)
- Raygras, englisches
- Raps
- Beifuß, gewöhnlicher
- Kartoffel
- Anis
- Sojabohne
- Wiesenlieschgras
- Lychee
- Banane
- Mango
- Pfeffer
- Kümmel
- Koriander
- Paprika, Gewürz-
- Fenchelsamen
- Haselnuss
- Kirsche
- Latex

